Pressemeldung von National Geographic Deutschland:

Hamburg, 29. Juni 2006.
Die zweisprachige Kinderzeitschrift NATIONAL GEOGRAPHIC WORLD hat ihn gefunden: den tierischsten aller Fußballfans. Die südamerikanische Fadenpipra (siehe Foto) ähnelt mit hrem schwarz-rot-goldenen Gefieder einer deutschen Spezies: den Fans der Fußballnationalmannschaft. Und wenn der Vogel Daumen hätte, würdeer diese am Freitag im Spiel gegen Argentinien sicher fest für die deutsche Elf drücken. Denn nicht nur sein Äußeres, sondern auch das erhalten des bunten Piepmatzes lassen Parallelen zu den Kickerfreunden der Nation erkennen.

Genau wie die Fußballanhänger versucht das 9 bis 19 Zentimeter große und 10 bis 25 Gramm schwere Tier mit seinen schillernden Farbenund beeindruckenden Ritualen auf sich aufmerksam zu machen. Während es den Fußballbegeisterten in Deutschland um den Sieg Ihrer Mannschaft geht, will das Vogelmännchen ein Weibchen für sich ewinnen. Um ihr Team anzufeuern, schwingen die Fans ihre Fahnen, wedeln mit Schals und blasen in Trillerpfeifen. Die Fadenpipra
braucht für ihre Rituale nur ihren Körper. Der Vogel hebt sein Hinterteil. Die anwesenden Weibchen schauen ihm interessiert zu. Er wedelt mit seinem Schwanz hin und her. Dabei pfeift und trillert das Männchen so laut es kann. Geschafft! Ein Weibchen kommt zu ihm geflogen. Mit flatternden Flügeln und stolz geschwellter Brust feiert der Vogel seinen Triumph. Bleibt zu hoffen, dass - wie in der Vogelwelt - die rituelle, farbenfrohe Unterstützung durch die Fans
die deutsche Elf morgen beflügelt und ihr vielleicht zum Sieg verhilft.

 
vogel im deutschland wm fieber
Quelle: Gruner+Jahr, National Geographic

Gerade ist uns ein alter Bekannter (Guckst Du hier) wieder über den Weg gelaufen – unsere Garten-Schlange „Kaa“ (Blindschleiche).
Vor ein paar Monaten hat unser Vermieter die riesige total verwilderte Hecke vor unserer Terrasse komplett abgerissen und durch Naturstein-Stufen ersetzt, die mediteranen Flair auf die Terrasse bringen. Echt klasse!
Eigentlich hatte ich angenommen, daß mit dem Wegfall der Hecke jegliches Getier ebenfalls verschwindet, aber die großen Terrakotta-farbenen Felsen sind sehr einladend für Echsen, die sich darauf Sonnen können und so ist sie wieder da unsere Mini-Anaconda. Judith findet das gar nicht witzig. Dank DigiCam konnte ich diesmal einen besseren Schnappschuss machen. Maya, die ich beim Fotografieren auf dem Arm hatte, war wenig beeindruckt von diesem züngelnden Exemplar der Natur.

blindschleiche kaa schlange

Letzten Sommer wohnte ich noch in einem kleinen Reihenhaus mit Garten am Seepark zur Untermiete. An einem heissen Tag im Juli bemerkte ich auf dem Weg zum Gartenhäuschen, aus dem ich mein Mountain-Bike holen wollte an einer grossen Blume mit Kelch-Artigen Blüten etwas brummendes. Ich hielt inne, drehte mich um und konnte ca. 30sec lang einem Vogel ähnlichem Tierchen mit stachelartigem Rüssel zusehen, wie es Helikopter-like über der Blüte verweilte und genüsslich Nektar saugte. Ganz klar! Das musste ein Kolibri gewesen sein, dachte ich! Mir fehlte zwar die logische Erklärung dafür, dass ein neuseeländisches Wappentier in diesem Garten rumflog, aber mir war kein anderes Tier bekannt, dass auf der Stelle fliegen konnte, die grösse eines Zwerg-Vögelchens hat und mit einem Rüssel Nektar saugt.

Selbstverständlich hat mich jeder, dem ich das erzählt habe für verrückt erklärt und mir gesagt, ich habe wohl eine dicke Hummel gesehen, oder eine Libelle... aber ich bin ja nicht blind. Hummeln, brummen und flattern nicht und Libellen sind dünn, lang und haben 4 Flügel... und beide Tiere haben KEINEN Rüssel!
Ich habe dieses Ereignis irgendwann vergessen, bis ich letzte Woche den Blogeintrag Nr.1 Über Begegnungen mit dem Tierreich schrieb. Vor ein paar Tagen habe ich dann endlich die Antwort gefunden, was ich da gesehen hatte.
Laut eines Zeitungsberichts war ich letztes Jahr nicht der einzigste, der Kolibri-Alarm gemeldet hat. Bei meiner Sichtung handelt es sich nicht um einen Kolibri, sondern um eine Schmetterling-Art namens Taubenschwänzchen (auch Kolibri-Schwärmer genannt), die eigentlich nur südlich der Alpen beheimatet sind, vereinzelt aber auch hier angetroffen werden können. Der Jahrhundert-Sommer 2003 hat dazu geführt, dass sich einige dieser Tiere in den Rhein-Auen niedergelassen haben, weshalb man sie die nächsten Jahre bestimmt noch des öfteren bestaunen kann.

Taubenschwaenzchen

http://www.agon-schwerte.de/insekten/taubenschwanz.html