Ich bin zutiefst neidisch auf Roger, denn er hat den neuen Telekran von LEGO unter dem Weihnachtsbaum liegen gehabt. So ein Teil wünsche ich mir auch. Ja natürlich ist das kindisch. Aber hey ich habe ein Kind, da darf man selbst wieder ein bischen Kind sein und Roger darf das, weil er aus dem Kindsalter nicht rauskommt. Er ist also auch entschuldigt.

Maya hat`s jetzt übrigens auch erwischt. Wir haben ihr gestern eine Kiste Lego Duplo gekauft und seit dem geht es den ganzen Tag: "Gigo! Gigo! Papa Gigo!". Das hat sie auf jeden Fall von mir. :-)
Judith hatte ihr ja bereits Lego Duplo gekauft, aber das war mehr so ein Puppenhaus mit Fertigteilen, bei denen die Lego-Nippel eigentlich nur noch Zierde waren. Für die Ingenieurs-Laufbahn braucht ein Kind aber normale Steine. Wie soll man sonst Häuser, Burgen, Türme und Fahrzeuge bauen? :-)

Wir sind eine richtige Lego Familie. Ich erinnere mich immer gerne daran zurück, wenn die ganze Familie außer Mama (die hat für die Verpflegung gesorgt) am Tisch saßen und die Unmengen Lego zu kreativen Maschinen oder Bauwerken zusammengesteckt wurden. Bei uns wurde eigentlich nie nach Plan gebaut. Ich habe am liebsten Fahrzeuge und Kräne gebaut. Ich habe z.B. einen Telekran gebaut, als es noch gar keinen als Bausatz gab und der hatte einen Ausleger von über 1m Länge und 4 Achsen. *seufz*

Kai und ich waren ein gutes Team. Während ich für das Chassis und Funktionalität zuständig war, baute er am liebsten die Karosserie. Vorbilder waren oft Matchbox Autos.
Wir waren sogut darin, daß wir 2x bei Wettbewerben gewonnen habe. Ich glaube von der Zeitschrift "Bunte".
Auf jeden Fall bescherte uns das weitere Lego Baukästen darunter 2x der rote Auto Chassis Baukasten (2. Generation, der erste war der schwarze). Zusammen mit dem vorhanden alten Chassis Baukasten hatten wir also reichlich Räder und Achsen, Motoren und Getriebeteile. 

Was haben wir nicht alles gebaut (natürlich alles frei Schnauze):
- der erwähnte Telekran
- eine Müllabfuhr
- einen Big-Foot mit Federung und Lenkung
- einen Jaguar Oldtimer
- ein Riesen-Rad
- den Millenium Falcon aus Star-Wars im Maßstab für Playmobil-Figuren
- einen At-At mit funktionierenden Beinen
- eine riesige Schiff-Schaukel
- eine Nutella-Fabrik
- einen Baum-Transporter
- einen Baum-Abholz-Roboter (sowas gibt es inzwischen tatsächlich)
... habe bestimmt noch einige vergessen.

Wir erfanden sogar ein Kirmes-Gerät welches Jahre später tatsächlich entwickelt wurde. Ihr kennt das Ding sicher. So eine Art Schiffschaukel, die aber Quer hängt und an 2 Auslegern, die auch entgegengesetzt gedreht werden können, hängt. Hätten die mich beim MACK/Europa-Park damals nicht abblitzen lassen als ich einen Ausbildungsplatz gesucht habe, wer weiß, ich würde wohl heute Achterbahnen oder ähnliches konstruieren.

Teilweise gibt es noch Fotos davon. Die werde ich in einem gesonderten Artikel mal nachreichen.

Achja... schön war`s  

Seit wir eine Tochter haben, hat sich viel verändert:
  1. In Prospekten sucht man nach Sonderangeboten für Babynahrung und Windeln und achtet darauf, wo man doppelte Payback Punkte erhält.
  2. Man geht als Mann in Drogeriemärkte und findet die Windel und Babynahrung im Schlaf.
  3. Man betritt zum ersten mal einen Alnatura-Laden und regt sich tierisch über die unverschämten Preise auf!
  4. Einkaufen in der Innenstadt dauert  doppelt so lange wie bisher, weil man sich mühsam eine Schneise mit dem Kinderwagen frei machen muss und in allen Geschäften ewig auf den Aufzug warten muss. Dort steht meist schon eine Schlange, so das man erst bei der zweiten oder dritten Fuhre mitfahren kann.
  5. Egal wo ich hinschaue, sehe ich nur schwangere und frisch geschlüpfte Babys. Sind mir diese Nachwuchsfluten vorher einfach nur nicht aufgefallen und wie kann es sein,  das man von Geburtenschwachen Jahrgängen redet. Für Freiburg kann das nicht gelten.
  6. In der ganzen Wohnung sind an allen strategisch wichtigen Punkten Spucktücher und Schnuller platziert.
  7. Ich bin plötzlich bereit meinen ziemlich unnötigen, aber prolligen 1500DM Surround-Verstärker gegen eine billige All-in-One Anlage einzutauschen. Die Vernunft hat gesiegt.
  8. Die Wohnung wird langsam, aber sicher auf ein quirliges rothaariges herum wuselndes Mädchen vorbereitet, das alles herunterreißt, was in Reichweite der Patschehändchen liegt.
  9. Unser bisher als Büro und Gerümpel-Kammer genutztes 3. Zimmer wurde in ein Kinderzimmer umgewandelt und somit der Arbeitsplatz ins Wohnzimmer verlegt, was leider zu ständiger Zettel-Wirtschaft auf dem Wohnzimmertisch führt.
  10. Todgeglaubte Verwandte und Bekannte melden sich plötzlich wieder.
  11. Nahezu jedes Wochenende ist durch Besuche verplant.
  12. Partys enden für uns deutlich früher als bisher, denn Mama und Papa brauchen ihren Schlaf.
  13. Man wird von wildfremden Personen beim Einkaufen angesprochen und hat sofort ein Gesprächsthema.
  14. Man ertappt sich dabei jeden Satz mehrmals zu wiederholen. „Ja, wo ist die Maya, ja wo ist die Maya? Kuckuck“, „Gehen wir Adda, na, gehen wir Adda, Maya?“Wieso zum Henker wiederholt man sich da eigentlich ständig. Ist nicht nur bei mir so, ist bei Judith das gleiche.
  15. Urin, Kot und Erbrochenes haben ihren Schrecken verloren und sind Alltag. Jeder Papa wird früher oder später angepupst und gepinkelt, vom fast täglichen wegwischen von „Bäuerchen mit Material“ brauche ich ja gar nicht erst sprechen.
  16. Man denkt über die Montage von Schränken an der Decke nach um die CD-Sammlung und PC/HiFi Geräte in Sicherheit zu bringen.
  17. Man hat Angst das „zu Bett gehen Ritual“ zu verpassen, wenn man länger arbeiten muss.
  18. Man meldet sich bei Wikipedia als Editor an um den Begriff „Ausschlafen“ neu zu definieren und aktualisiert ihn auf 8 Uhr.
  19. Die Bandscheiben sprechen plötzlich mit einem, weil man den Nachwuchs ständig herumträgt.
  20. Man wird extrem Multi-Tasking fähig. Telefonieren, tippen und Kind beschäftigen gleichzeitig.
  21. Die Abneigung gegenüber Kinderbrei wird täglich beim öffnen der Gläschen bestätigt, denn egal was draufsteht… es riecht alles nach Hundefutter (bis auf das Süße Zeug, aber das gibt’s nur ganz selten mal).
  22. Wenn man mal eine Nacht ganz allein für sich hat, schläft man unruhig und macht sich Gedanken, ob bei Oma und Opa wohl alles gutgegangen ist. Man stellt sich vor, wie Oma die ganze Nacht die Kleine durch die Gegend getragen hat und einem nachher mit blut-unterlaufenen Augen und zerzausten Haaren die Tür öffnet und sagt: „Da, nimm… ich kann nicht mehr“. Ist natürlich totaler Quatsch, denn es klappt ausgesprochen Stress frei, aber so sind Eltern nunmal. Man möchte ja auch niemandem zur Last fallen.
  23. Man freut sich Abends nach Hause zu kommen und von einem breit grinsenden und glucksenden Sonnenschein begrüßt zu werden.
  24. Nebengeräusche im Radio werden ständig als Weinen aus dem Kinderzimmer gedeutet. Man entwickelt ein sehr feines Gehör für schrille Laute und wimmern, was sich aber manchmal mit Frequenzen aus der Popstars-Staffel überlagert.
  25. Es entbrennt ein unausgesprochener Wettstreit darüber wer dem Kind seine ersten Worte entlockt. „Sag mal: Hallo Papa!“
  26. Man ist so glücklich wie nie zuvor!

1

Maya krabbelt!

Geschrieben von Sven Jansen am 22.10.2006 in Papa Blog

Das muss ich doch gleich mal kundtun.

Nach Monaten des erfolglosen Übens, was dich oft vor Frust zum Weinen gebracht hat und trotz Nachhilfe von Papa klappte das mit dem Krabbeln bisher nicht. Doch vor wenigen Minuten dann der erste Erfolg. In Bauchlage hast Du dich rückwärts über das Parkett geschoben und dabei gegrinst, als wäre Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig.

Moment... die schiebt sich gerade unter`s Sofa... "Haaaaalt, Swiffer-Maus... stooop".

2

Ich als Bahn Familycard Model

Geschrieben von Sven Jansen am 18.10.2006 in erlebtes

Endlich weiß ich, wie diese total spontan aussehenden Werbefotos mit Menschen im Mittelpunkt entstehen. Ich war nämlich bei einem Shooting für die Deutsch Bahn dabei... um nicht zu sagen "mittendrin". Für ein Prospekt der neuen Familien Bahncard wurde ein Foto einer jungen Familie mit mindestens 3 Kindern gesucht. Eigentlich war das Shooting unserer Partner-Agentur für andere Aufnahmen geplant, aber Die Bahn schob die Familien Bilder noch zwischen rein.
Das führte dazu, dass ganz schnell eine Familie organisiert werden musste und da kam ich ins Spiel. :-)
Da geht man morgens nichtsahnend ins Büro und dann stürmt da jemand ins Zimmer und ruft "Hilfe, wir brauchen ganz dringend einen Vater!". Darauf war ich natürlich überhaupt nicht vorbereitet... Oh Gott, meine Frisur, ist da ein Pickel? Und wenn jemand meinen Glatzen Ansatz sieht? Ich bin ja nun wirklich keine Model. Na dann werden es eben sehr authentische Fotos dachte ich und so wurde ich kurzerhand zum recht jungen Vater von 3 Kindern gekürt und neu verheiratet mit einer sehr netten Engländerin.
Der Säugling wurde dazu geborgt.

Das Endergebnis sieht gar nicht schlecht aus. Photoshop macht`s möglich!

Wenn jemand das Bild in einem Flyer oder sonstwo entdeckt, bitte bescheid geben. Würde mich interessieren, wo das Foto überall auftaucht.

 

2

Faszinierende Wachstumsschübe

Geschrieben von Sven Jansen am 03.09.2006 in Papa Blog

##uptimer##
Liebe Maya, 

es ist Sonntag morgen, 08:17 Uh. Ich bin seit 7 Uhr wach und kann nicht mehr schlafen, weil Du es auch nicht kannst.
Ausschlafen heißt inzwischen, daß man bis 8 Uhr anstatt bis 6 Uhr liegen bleiben darf. Während ich ausgerüstet mit einer Tasse Senseo Kaffee blogge, liegst Du in deinem Spiel-Gefängnis (Laufstall) und probierst neue Fähigkeiten aus.
Wir sind am Ende eines Wachstumsschubs (19 Woche), der bis zu 5 Wochen andauern kann. Judith hat gestern vorgelesen, was das bedeutet, was Babys in dieser Zeit durchmachen und welche Fähigkeiten sie nach dem Schub plötzlich haben. Das ist wirklich faszinierend, denn Du scheinst dich wirklich exakt an den Wachstums-Fahrplan zu halten und so haben sich die letzten Tage ein paar Dinge verändert.

  • Du bist deutlich aktiver, möchtest deine Hände benutzen und bist ganz fasziniert, wenn Du bei mir oder Judith auf dem Schoß sitzt, wenn wir am PC tippen. Dann haust Du ganz wild mit deinen Fäustchen auf die Tastatur und willst es uns nachmachen. Wenn du bei unserem Abendbrot etwas quängelst und wir dich daraufhin auf den Schoß nehmen, greifst du nach Besteck, Teller und alles, was in deiner Reichweite ist.

  • Du hast den Fernseher entdeckt und bist total fasziniert von bewegten Bildern und den vielen Geräusche, die aus diesem grauen Kasten kommen. Man muss sich zusammenreißen, dich nicht mittels Fernseher ruhig zu stellen. Das wollen wir uns eigentlich gar nicht erst angewöhnen.
  • Du zeigst mehr Emotionen, lachst, wenn wir dich "bespielen" und bist auch einfach mal launisch (jaja... so sind sie die Frauen...).
  • Gerade konnte ich zum ersten mal beobachten, wie du so etwas wie krabbeln geschafft hast. In Rückenlage stützt du dich dabei mit den Füßen ab, hebst deinen Po und schiebst dich langsam in Kopfrichtung vor. Wohl noch recht anstrengend, aber es funktioniert. Dein kleines Spiel-Territorium kannst du so bereits komplett erkunden, denn leichte Drehungen schaffst du durch Gewichtsverlagerung beim schieben ebenfalls. Nur das Drehen auf den Bauch und zurück klappt immer noch nicht (Hier weichst Du von der beschriebenen Baby-Feature-Liste in der Fachliteratur ab).
  • Nach wochenlangem Training in deinem "Fitness-Center" ziehst du dich jetzt ohne Greifringe in eine aufrechte Position. Die Sitzposition im Maxi-Cosi scheint dir zu tief zu sein und so versuchst du immer wieder aus dieser Position aufzustehen. Im Kinderwagen kannst du inzwischen auch normal sitzen und du genießt es endlich die Welt beobachten zu können. In liegender Position kriegt man ja nur den blauen Himmel und Bäume zu Gesicht.
  • Jeden Tag kommt ein neuer Glucks, Schnalz oder Grunzlaut dazu... gestern hast Du belustigt festgestellt, daß man bei einem Schluckauf durch unterschiedliche Mundbewegeungen unterschiedliche Laute erzeugen kann. *hicks* *höcks* *hücks* *hagg*
  • Wenn man dich aufs Sofa setzt, bäugst du den Oberkörper nach vorne und greifst nach deinen Füßen. Nur zurück klappt es nicht und so kippst du dann seitlich weg *plumpps*
  • , was dich aber auch nicht weiter stört.

Auch wenn die letzten 2 Wochen etwas stressiger waren und du mir eine Nacht den Schlaf bis auf 3 Stunden komplett geraubt hast (Ich bin einfach zu alt um eine Nacht durchzumachen) ist es schön zu sehen, wie schnell du dich entwickelst und man so jeden Tag etwas mehr mit dir anfangen kann. Aus dem Säugling, daß nur quäkend auf dem Rücken liegt und nach Essen schreit wird langsam aber sicher ein wissbegieriges Kind, das spielen möchte.

"Bruderherz! Rück die Lego`s raus!"
Ich glaub die brauche ich bald. Muss ja schonmal üben Häuschen, Autos und Monster-Trucks in 1:12 zu bauen, bevor die Kleine mir da was vormacht. :-) 
6

Wir haben geheiratet

Geschrieben von Sven Jansen am 27.07.2006 in erlebtes

Jetzt ist es schon ein paar Tage her und meine täglichen Leser werden sich schon gefragt haben, ob Herr Jansen wohl in den Urlaub / Flitterwochen gefahren ist.
Leider nicht, auch wenn ich dringend Urlaub brauchen könnte. Der Stress der letzten Monate... ach was rede ich... des letzten Jahres war ein bisschen viel. Schwangerschaft mit Komplikationen, dann die Umstellung mit einem Baby und jetzt auch noch eine Hochzeit.
Eine Auszeit wäre mal nicht schlecht, aber daraus wird bis zum Herbst erstmal nichts. Wir wollen warten, bis Maya alt genug ist für eine Urlaubsreise, oder auch mal 1 Woche ohne uns aushält (ersteres wohl eher). Oh, aber ich komme vom Thema ab...

Ja, es ist amtlich. Ich bin vom Markt. Frei nach Herr der Ringe gilt jetzt: „Ein Ring um sie zu knechten“ und so tragen Judith und ich seit 22.07.06 selbigen an der rechten Hand (einfaches Silber, nix besonderes... dann ist`s auch nicht so schlimm, wenn er mal in den Gulli plumpst.


Wir haben uns im idyllischen Standesamt in Schallstadt das Ja-Wort gegeben, bei gefühlten 50 Grad Raumtemperatur (unter so einem schwarzen Anzug kann es ganz schön warm werden, vor allem, wenn man dazu auch noch aufgeregt ist). Anders, als das in Freiburg und wie ich hörte auch in Heidelberg auf dem Standesamt der Fall ist, wo sich die Paare Fließband-mäßig die Klinke in die Hand geben, war unsere Trauung sehr individuell und stressfrei. Die nette Standesbeamtin hat sich viel Zeit für uns genommen, wobei sie meinte, daß sie sich angesichts der Hitze etwas kürzer fassen würde.  Ich habe keinen blassen Schimmer mehr, was sie uns gesagt hat, ich habe aber zumindest meinen Einsatz nicht verpasst und an der richtigen Stelle mein JA eingeworfen.
Danach gab`s erstmal Sekt auf leeren Magen (zumindest Judith`s und meiner) und den brauchten wir dann auch, denn uns war beim anschließenden Händeschütteln ganz schön schwindelig.
Vor dem Standesamt wurden zahlreiche Fotos gemacht und gequasselt, bis wir dann um 14:30 Uhr Richtung Böttchehof loszogen. Der Böttchehof ist ein Winzerhof/Schnappsbrennerei mit einer urig eingerichteten Schenke und einem wunderschönen Hof.
Die nächsten 2 Stunden wurden mit Kuchen Essen und lachen verbracht und dem gegenseitigen beschnuppern für die Gäste, die sich untereinander noch nicht kannten.
Die ganze Veranstaltung war extrem relaxed. Nicht nur, daß wir die Kirche haben ausfallen lassen (da konnte ich als Ungläubiger mich durchsetzen, wobei es Judith wohl auch ganz recht, war... je weniger Programm um so besser), wir haben auch beim Essen auf Alternativen zum Braten mit Knödeln gesetzt und einfach Barbecue machen lassen.  Das Essen kam sehr gut an. Besonders die gegrillten Käsespieße sollen ein Gedicht gewesen sein. Leider habe ich die vor lauter Quatschen mit meinem Sandkasten-Freund Jan, der extra aus Berlin angereist war, verpasst.
Für die Beschallung sorgte anfangs Martins Playliste mit Chillout und Acid-Jazz und nach dem Abendessen legte mein Kumpel Peter Flanders von Sunshine Events groovige House-Musik auf.
Ihr merkt schon, unsere Hochzeit war so gar nicht klassisch, aber ich denke, es hat unseren Gästen gefallen. Vielleicht war Oma etwas irritiert, aber ich glaube die haut so schnell nix um.
Das Versand-Haus-Spiel meines Onkel Dieters hat glaube ich bis auf Rob, der Walldorf-Schule-geschädigt ist viel Spaß gemacht. Leider verlor meine Mannschaft, so daß ich auch weiterhin den Job habe Sonntags morgens die Brötchen zu holen.
Alles in allem war es ein sehr schöner Tag. Ich habe viel gelacht, gut gegessen und nebenbei auch noch die Frau, die ich über alles liebe auf ewig an mich gebunden.
Ich freue mich auf zahlreiche glückliche Jahre mit Judith und Maya und vielleicht ja auch noch weiterem Nachwuchs.
Ich möchte mich bei allen Gästen für die zahlreichen Hochzeits-Geschenke bedanken und den Konditoren unter euch ein extra „Danke schön“, die Kuchen waren allesamt sehr lecker.
Danke, daß ihr mit uns gefeiert habt. Ich hoffe,  ihr hattet auch ein wenig Spaß .
Wer ist denn jetzt als nächstes mit dem heiraten dran? Roger , Melanie, Isy oder Regina? Meist kommt der passende Partner ja ganz unverhofft und dann geht es ganz schnell.

Bilder der Hochzeit gibt es hier. Die Gallerie wirddie Tage nochaufgefüllt, sobald ich die Bilder von Diana hab.

http://www.pixeljunkie.de/fotos/unsere-hochzeit/

5

Maya Update - Tag 73

Geschrieben von Sven Jansen am 09.07.2006 in Papa Blog

##uptimer##Liebe Maya,
es sind schon wieder 2 Wochen her, seit ich den letzten Eintrag in dein Tagebuch geschrieben habe und dabei gibt es so viel zu berichten, denn in den letzten Tagen hast Du einen Entwicklungsschub gemacht.

Gewicht: ca. 5,5 kg
Größe: unbekannt (auf jeden Fall deutlich gewachsen)
Kleidergröße: 56 (geht grad noch so, sind aber bereits auf 62 umgestiegen, Judith macht extreme ebaying!)
Ration: heute zum ersten mal 200ml Milch auf die Nacht gegeben, ansonsten immer 170ml



1. Lachen und glucksen
Du siehst inzwischen viel besser und so kann man dich durch albern (Zunge rausstrecken und *blblblbl* machen gefällt dir besonders) zum lächeln und glucksen bringen.
Wenn Du wie Mama die Augen vor Heiterkeit zusammenkneifst und dein Grinsen bis an die Ohrläppchen reicht, wird mir immer wieder ganz warm ums Herz.
Ein Baby zu haben ist etwas wunderbares, auch wenn es mal stressig werden kann. Solche Momente belohnen einen immer wieder dafür und man ist sich sicher, daß es dem Nachwuchs gut geht und man alles richtig gemacht hat.

fussabdruck



4

Sven - allein zu Haus - diese Ruhe!

Geschrieben von Sven Jansen am 14.06.2006 in Papa Blog

Ich bin allein zu Hause… ganz alleine! Keine Judith, keine Maya… so richtig alleine. Nur ich und mein Becks Green Lemon! Diese Ruhe ist himmlisch. Es läuft kein Radio, kein Fernseher, kein MP3-Player. Nur die Tastatur meines geliebten Amilo Notebooks (quasi die Zweit-Frau… achnee, jetzt ja sogar schon die Dritt-Frau) gibt ein leises tappsen von sich, während ich diesen Blog-Eintrag schreibe.

Seit Maya auf der Welt ist, habe ich keine ruhige Minute mehr, ich würde viel mehr bloggen, wenn ich doch nur die Zeit dazu hätte.  Mein Kopf quillt nämlich über vor lauter Material, das auf die Festplatte gemeißelt werden möchte.

Normalerweise läuft es unter der Woche meist in etwas so ab:

Um 3 Uhr kümmert sich Judith um die Kleine, um 6 Uhr bin ich dran, dann um 07:45 ab ins Büro, zwischendrin zur Entspannung Blogs/News lesen (Zum bloggen habe ich da keinen Nerv und Zeit), um 18 Uhr wieder nach Hause und wenn ich dann fix und fertig die Türe rein komme, dann ist der erste Satz meistens: „Gut das du kommst, da, nimm mal deine Tochter, sie hat Hunger“. Dann füttere ich die Kleine, während Judith entweder ihren Rechner hochfährt um im Mai-Mamis Forum zu lesen, oder sich ums Abendbrot kümmert. Maya wird ab 18 Uhr meistens richtig aktiv, will „bespielt“ werden oder uns einfach nur beim Abendessen stören. Das scheint ihre Lieblingsbeschäftigung zu sein, sobald sie merkt, daß Essen auf dem Tisch steht geht der Radau los und endet abrupt, wenn wir fertig sind einhändig unser Abendbrot zu mümmeln. Sie gönnt uns das einfach nicht.
Nach dem Essen will dann Judith Aufmerksamkeit in Form von Daily-Soap-Sendungs-Beisitzen-auf-dem-Sofa, oder bittet mich, die Kleine durch die Gegend zu tragen, weil sie keine Ruhe gibt.  Was ich natürlich gerne mache. Ich liebe meine Tochter! Aber ich merke gerade auch, wie sehr mir nach nunmehr 12 Monaten Dauerstress, eine Ruhe-Oase fehlt.  Früher hatte ich diese, wenn Judith mit einer Freundin einen Frauenabend machen war, oder ich bis um 3 wach geblieben bin (Nachts bin ich sowieso am kreativsten), aber das geht seit Maya in unser Leben getreten ist einfach nicht mehr.
Wenn ich nach der 22 Uhr Fütterung dann endlich mal dazu komme den Rechner hochzufahren, dann reagiert Judith oft mit Unverständnis, weil ich doch schon den ganzen Tag an der Kiste sitze. Daß das aber beruflich ist und mit Freizeit außer, dass ich den gleichen Rechner benutze, überhaupt nichts zu tun hat, scheint sie regelmäßig zu vergessen.
Wochenends sind ständig Verwandte oder Bekannte zu Besuch. Als ich mal anmerkte, dass mir die ständigen Besuche auf den Keks gehen und ich auch mal wieder Ruhe brauche, haben wir uns ziemlich in die Wolle gekriegt.
Ich hoffe, dass in ein paar Wochen endlich wieder Ruhe einkehrt . Meine Mutter hat als praktizierende Erzieherin angeboten mal auf Maya aufzupassen. Das gibt uns beiden die Möglichkeit endlich mal wieder Zeit für uns zu finden und auch das bereits als Scheintot gemeldete Liebesleben zu reanimieren.
Ich werde in den nächsten Monaten versuchen, mir wieder mehr Zeit für mich einzuräumen um z.B. mal wieder mit dem Mountain-Bike durch die Gegend zu fahren. Mit Kind und Kegel im Schlepptau artet da ja wieder in Stress aus und die sportliche Aktivität bleibt bei dem Schneckentempo auch auf der Strecke. :-)

Damit das nicht falsch rüber kommt: Ich liebe meine Freundin und meine Tochter und bin gerne mit ihnen zusammen, aber ohne Ruhephasen in denen ich Kraft tanken kann, gehe ich ein und eine Ruhephase ist für mich eben auch am Rechner zu sitzen und in absoluter Stille mit einem Becks bewaffnet erlebtes in einem Blog-Eintrag zu verarbeiten.

Unsere Tochter gibt sich ja im Moment noch mit Gebimmel-Gabammel, Mobiles, Finger-Spielen und Grimassen schneiden zufrieden. Spätestens wenn sie aber sitzen kann und sie auch nur annähernd nach Mutti kommt, die Pferde-Liebhaber ist wird dieses Toy interessant.

Der Reitsattel für Papa`s Rücken! Wenn du dich also noch nicht geknechtet genug fühlst, weil zu Hause 2 Mädels auf deiner Nase herumtanzen, dann ist das vielleicht ein interessanter Weihnachtswunsch. (Preis: 49$) :-)

daddle-pony


Kann man hier bestellen:

http://www.cashelcompany.com/dad.php

1

Maya Tag 31: erste Party

Geschrieben von Sven Jansen am 28.05.2006 in Papa Blog

##uptimer##Nachdem wir bereits mit dir auf dem Sankt-Georgener Weinfest waren (so ein Römer-Sitz kann ganz schön schwer werden!) und wir dort bei allen Passanten verzückte Laute hervorgerufen hatten (das nervt auf Dauer ziemlich... allerdings kommt man so schnell mit wildfremden Leuten ins Gespräch), waren wir gestern bei Roger auf seinem alljährlichen Frühlingsfest. Das heißt futtern bis zum umfallen und lachen bis der Arzt kommt.
Dir hat es recht gut gefallen, denn du warst wie immer die Attraktion und wurdest rumgereicht wie ein Joint. Du hast übrigens auch eine ähnliche Wirkung auf die Träger. Die schauen dann immer so benebelt, verziehen das Gesicht zu lustigen Grimassen und bringen nur noch so Stammel-Laute heraus wie: "Ohhh!", "Hochjö!", "Issi-süss!", "Bubu..."

party bier baby flaschen tisch

(Du trinkst mindestens genauso viel wie Papa!) 

Wir haben am Samstag nochmal das mit dem Baden probiert, aber Du fandest es wieder nicht besonders prickelnd, weshalb ich nächsten Samstag einfach mal zusammen mit dir in die Wanne steige zum planschen, in der Hoffnung, dass du dann weniger Angst hast.
Bei Kai vom status6.blogg.de hat das ganz gut geklappt.