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Kinderzitate Part 3

Geschrieben von Sven Jansen am 16.12.2008 in Papa Blog

Maya: "Papaaa, mein Brod smieeeren!"
Ich: "Maya, wie heisst das?"
Maya: "Endlich!"

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Toben kann so anstrengend sein...

Geschrieben von Sven Jansen am 24.06.2007 in Papa Blog

Das passiert, wenn man den ganzen Mittag kein Schläfchen macht... dann pennt man um 5 Uhr mitten in der Kissenschlacht auf dem Sofa ein.


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Maya auf frischer Tat ertappt

Geschrieben von Sven Jansen am 14.01.2007 in Papa Blog

Maya hat eine Vorliebe für Printmedien aller Art. Leider nicht, um sich in ihrem frühkindlichen Stadium einen elitären Wortschatz anzueignen, sondern um das Druckerzeigniss in feine Streifen zu zerlegen und dann genüsslich auf der Zunge zergehen zu lassen. Bisher war das kein grosses Problem, weil man dabei saß, wenn man ihr Papier zum spielen gab. Inzwischen holt sie es sich aber einfach selbst.
Seit einer Woche krabbelt sie nämlich sehr aktiv im Wohnzimmer rum, so daß sie mir heute morgen prompt auf halbem Weg im Flur entgegen kam, als ich aus dem Schlafzimmer zurückkam, wo ich Judith zum 4. mal zwecks gemeinsamen Sonntagsfrühstück geweckt hatte (sind eure Frauen auch so extreme Tief-Lang-Dauerschläfer?).

Vorhin habe ich sie wieder frei herumkrabbeln lassen, während ich am Notebook saß und mich alle 30 Sekunden zu ihr umgedreht um sie im Auge zu haben. Spasses halber hatte ich ihr die laufende DigiCam vor die Nase gelegt, weil ich eigentlich dachte, sie würde darauf zukrabbeln. Aber Pustekuchen, der Center Parcs Katalog war einfach interessanter.Den Fetzen Deckpappe konnte ich nur mit väterlicher Not-Gewalt davor bewahren sich im nächsten Augenblick in ihrem Magen wieder zu finden. Ich könnte wetten, dass Maya, wenn man sie unbeobachtet lassen würde, den kompletten Katalog vertilgen würde, um am nächsten Tag reinsten Zellstoff auszuscheiden. :-)

Die nächsten Wochen wird dann wohl die Wohnung Kleinkind-gerechter umgeräumt (der PC im Wohnzimmer muss weg, da sind einfach zu viele Kabel), bevor das ganze Kleinteile-Inventar dem Spucke-Zersetzungsprozess ausgeliefert wird.

Seit wir eine Tochter haben, hat sich viel verändert:
  1. In Prospekten sucht man nach Sonderangeboten für Babynahrung und Windeln und achtet darauf, wo man doppelte Payback Punkte erhält.
  2. Man geht als Mann in Drogeriemärkte und findet die Windel und Babynahrung im Schlaf.
  3. Man betritt zum ersten mal einen Alnatura-Laden und regt sich tierisch über die unverschämten Preise auf!
  4. Einkaufen in der Innenstadt dauert  doppelt so lange wie bisher, weil man sich mühsam eine Schneise mit dem Kinderwagen frei machen muss und in allen Geschäften ewig auf den Aufzug warten muss. Dort steht meist schon eine Schlange, so das man erst bei der zweiten oder dritten Fuhre mitfahren kann.
  5. Egal wo ich hinschaue, sehe ich nur schwangere und frisch geschlüpfte Babys. Sind mir diese Nachwuchsfluten vorher einfach nur nicht aufgefallen und wie kann es sein,  das man von Geburtenschwachen Jahrgängen redet. Für Freiburg kann das nicht gelten.
  6. In der ganzen Wohnung sind an allen strategisch wichtigen Punkten Spucktücher und Schnuller platziert.
  7. Ich bin plötzlich bereit meinen ziemlich unnötigen, aber prolligen 1500DM Surround-Verstärker gegen eine billige All-in-One Anlage einzutauschen. Die Vernunft hat gesiegt.
  8. Die Wohnung wird langsam, aber sicher auf ein quirliges rothaariges herum wuselndes Mädchen vorbereitet, das alles herunterreißt, was in Reichweite der Patschehändchen liegt.
  9. Unser bisher als Büro und Gerümpel-Kammer genutztes 3. Zimmer wurde in ein Kinderzimmer umgewandelt und somit der Arbeitsplatz ins Wohnzimmer verlegt, was leider zu ständiger Zettel-Wirtschaft auf dem Wohnzimmertisch führt.
  10. Todgeglaubte Verwandte und Bekannte melden sich plötzlich wieder.
  11. Nahezu jedes Wochenende ist durch Besuche verplant.
  12. Partys enden für uns deutlich früher als bisher, denn Mama und Papa brauchen ihren Schlaf.
  13. Man wird von wildfremden Personen beim Einkaufen angesprochen und hat sofort ein Gesprächsthema.
  14. Man ertappt sich dabei jeden Satz mehrmals zu wiederholen. „Ja, wo ist die Maya, ja wo ist die Maya? Kuckuck“, „Gehen wir Adda, na, gehen wir Adda, Maya?“Wieso zum Henker wiederholt man sich da eigentlich ständig. Ist nicht nur bei mir so, ist bei Judith das gleiche.
  15. Urin, Kot und Erbrochenes haben ihren Schrecken verloren und sind Alltag. Jeder Papa wird früher oder später angepupst und gepinkelt, vom fast täglichen wegwischen von „Bäuerchen mit Material“ brauche ich ja gar nicht erst sprechen.
  16. Man denkt über die Montage von Schränken an der Decke nach um die CD-Sammlung und PC/HiFi Geräte in Sicherheit zu bringen.
  17. Man hat Angst das „zu Bett gehen Ritual“ zu verpassen, wenn man länger arbeiten muss.
  18. Man meldet sich bei Wikipedia als Editor an um den Begriff „Ausschlafen“ neu zu definieren und aktualisiert ihn auf 8 Uhr.
  19. Die Bandscheiben sprechen plötzlich mit einem, weil man den Nachwuchs ständig herumträgt.
  20. Man wird extrem Multi-Tasking fähig. Telefonieren, tippen und Kind beschäftigen gleichzeitig.
  21. Die Abneigung gegenüber Kinderbrei wird täglich beim öffnen der Gläschen bestätigt, denn egal was draufsteht… es riecht alles nach Hundefutter (bis auf das Süße Zeug, aber das gibt’s nur ganz selten mal).
  22. Wenn man mal eine Nacht ganz allein für sich hat, schläft man unruhig und macht sich Gedanken, ob bei Oma und Opa wohl alles gutgegangen ist. Man stellt sich vor, wie Oma die ganze Nacht die Kleine durch die Gegend getragen hat und einem nachher mit blut-unterlaufenen Augen und zerzausten Haaren die Tür öffnet und sagt: „Da, nimm… ich kann nicht mehr“. Ist natürlich totaler Quatsch, denn es klappt ausgesprochen Stress frei, aber so sind Eltern nunmal. Man möchte ja auch niemandem zur Last fallen.
  23. Man freut sich Abends nach Hause zu kommen und von einem breit grinsenden und glucksenden Sonnenschein begrüßt zu werden.
  24. Nebengeräusche im Radio werden ständig als Weinen aus dem Kinderzimmer gedeutet. Man entwickelt ein sehr feines Gehör für schrille Laute und wimmern, was sich aber manchmal mit Frequenzen aus der Popstars-Staffel überlagert.
  25. Es entbrennt ein unausgesprochener Wettstreit darüber wer dem Kind seine ersten Worte entlockt. „Sag mal: Hallo Papa!“
  26. Man ist so glücklich wie nie zuvor!

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Folgen des IT Zeitalters

Geschrieben von Sven Jansen am 22.10.2006 in drüber gelacht , erlebtes
Man merkt, dass man zu viel am Rechner sitzt, wenn man einen Text markiert, STRG-C drückt, STRG-V drückt und sich dann wundert, dass der Text nicht auf dem Post-it, der neben dem Laptop sitzt erscheint... ohjeee, ich brauch Urlaub.
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Maya krabbelt!

Geschrieben von Sven Jansen am 22.10.2006 in Papa Blog

Das muss ich doch gleich mal kundtun.

Nach Monaten des erfolglosen Übens, was dich oft vor Frust zum Weinen gebracht hat und trotz Nachhilfe von Papa klappte das mit dem Krabbeln bisher nicht. Doch vor wenigen Minuten dann der erste Erfolg. In Bauchlage hast Du dich rückwärts über das Parkett geschoben und dabei gegrinst, als wäre Weihnachten und Geburtstag gleichzeitig.

Moment... die schiebt sich gerade unter`s Sofa... "Haaaaalt, Swiffer-Maus... stooop".

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Ich als Bahn Familycard Model

Geschrieben von Sven Jansen am 18.10.2006 in erlebtes

Endlich weiß ich, wie diese total spontan aussehenden Werbefotos mit Menschen im Mittelpunkt entstehen. Ich war nämlich bei einem Shooting für die Deutsch Bahn dabei... um nicht zu sagen "mittendrin". Für ein Prospekt der neuen Familien Bahncard wurde ein Foto einer jungen Familie mit mindestens 3 Kindern gesucht. Eigentlich war das Shooting unserer Partner-Agentur für andere Aufnahmen geplant, aber Die Bahn schob die Familien Bilder noch zwischen rein.
Das führte dazu, dass ganz schnell eine Familie organisiert werden musste und da kam ich ins Spiel. :-)
Da geht man morgens nichtsahnend ins Büro und dann stürmt da jemand ins Zimmer und ruft "Hilfe, wir brauchen ganz dringend einen Vater!". Darauf war ich natürlich überhaupt nicht vorbereitet... Oh Gott, meine Frisur, ist da ein Pickel? Und wenn jemand meinen Glatzen Ansatz sieht? Ich bin ja nun wirklich keine Model. Na dann werden es eben sehr authentische Fotos dachte ich und so wurde ich kurzerhand zum recht jungen Vater von 3 Kindern gekürt und neu verheiratet mit einer sehr netten Engländerin.
Der Säugling wurde dazu geborgt.

Das Endergebnis sieht gar nicht schlecht aus. Photoshop macht`s möglich!

Wenn jemand das Bild in einem Flyer oder sonstwo entdeckt, bitte bescheid geben. Würde mich interessieren, wo das Foto überall auftaucht.

 

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Faszinierende Wachstumsschübe

Geschrieben von Sven Jansen am 03.09.2006 in Papa Blog

##uptimer##
Liebe Maya, 

es ist Sonntag morgen, 08:17 Uh. Ich bin seit 7 Uhr wach und kann nicht mehr schlafen, weil Du es auch nicht kannst.
Ausschlafen heißt inzwischen, daß man bis 8 Uhr anstatt bis 6 Uhr liegen bleiben darf. Während ich ausgerüstet mit einer Tasse Senseo Kaffee blogge, liegst Du in deinem Spiel-Gefängnis (Laufstall) und probierst neue Fähigkeiten aus.
Wir sind am Ende eines Wachstumsschubs (19 Woche), der bis zu 5 Wochen andauern kann. Judith hat gestern vorgelesen, was das bedeutet, was Babys in dieser Zeit durchmachen und welche Fähigkeiten sie nach dem Schub plötzlich haben. Das ist wirklich faszinierend, denn Du scheinst dich wirklich exakt an den Wachstums-Fahrplan zu halten und so haben sich die letzten Tage ein paar Dinge verändert.

  • Du bist deutlich aktiver, möchtest deine Hände benutzen und bist ganz fasziniert, wenn Du bei mir oder Judith auf dem Schoß sitzt, wenn wir am PC tippen. Dann haust Du ganz wild mit deinen Fäustchen auf die Tastatur und willst es uns nachmachen. Wenn du bei unserem Abendbrot etwas quängelst und wir dich daraufhin auf den Schoß nehmen, greifst du nach Besteck, Teller und alles, was in deiner Reichweite ist.

  • Du hast den Fernseher entdeckt und bist total fasziniert von bewegten Bildern und den vielen Geräusche, die aus diesem grauen Kasten kommen. Man muss sich zusammenreißen, dich nicht mittels Fernseher ruhig zu stellen. Das wollen wir uns eigentlich gar nicht erst angewöhnen.
  • Du zeigst mehr Emotionen, lachst, wenn wir dich "bespielen" und bist auch einfach mal launisch (jaja... so sind sie die Frauen...).
  • Gerade konnte ich zum ersten mal beobachten, wie du so etwas wie krabbeln geschafft hast. In Rückenlage stützt du dich dabei mit den Füßen ab, hebst deinen Po und schiebst dich langsam in Kopfrichtung vor. Wohl noch recht anstrengend, aber es funktioniert. Dein kleines Spiel-Territorium kannst du so bereits komplett erkunden, denn leichte Drehungen schaffst du durch Gewichtsverlagerung beim schieben ebenfalls. Nur das Drehen auf den Bauch und zurück klappt immer noch nicht (Hier weichst Du von der beschriebenen Baby-Feature-Liste in der Fachliteratur ab).
  • Nach wochenlangem Training in deinem "Fitness-Center" ziehst du dich jetzt ohne Greifringe in eine aufrechte Position. Die Sitzposition im Maxi-Cosi scheint dir zu tief zu sein und so versuchst du immer wieder aus dieser Position aufzustehen. Im Kinderwagen kannst du inzwischen auch normal sitzen und du genießt es endlich die Welt beobachten zu können. In liegender Position kriegt man ja nur den blauen Himmel und Bäume zu Gesicht.
  • Jeden Tag kommt ein neuer Glucks, Schnalz oder Grunzlaut dazu... gestern hast Du belustigt festgestellt, daß man bei einem Schluckauf durch unterschiedliche Mundbewegeungen unterschiedliche Laute erzeugen kann. *hicks* *höcks* *hücks* *hagg*
  • Wenn man dich aufs Sofa setzt, bäugst du den Oberkörper nach vorne und greifst nach deinen Füßen. Nur zurück klappt es nicht und so kippst du dann seitlich weg *plumpps*
  • , was dich aber auch nicht weiter stört.

Auch wenn die letzten 2 Wochen etwas stressiger waren und du mir eine Nacht den Schlaf bis auf 3 Stunden komplett geraubt hast (Ich bin einfach zu alt um eine Nacht durchzumachen) ist es schön zu sehen, wie schnell du dich entwickelst und man so jeden Tag etwas mehr mit dir anfangen kann. Aus dem Säugling, daß nur quäkend auf dem Rücken liegt und nach Essen schreit wird langsam aber sicher ein wissbegieriges Kind, das spielen möchte.

"Bruderherz! Rück die Lego`s raus!"
Ich glaub die brauche ich bald. Muss ja schonmal üben Häuschen, Autos und Monster-Trucks in 1:12 zu bauen, bevor die Kleine mir da was vormacht. :-) 
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Maya Update - Tag 73

Geschrieben von Sven Jansen am 09.07.2006 in Papa Blog

##uptimer##Liebe Maya,
es sind schon wieder 2 Wochen her, seit ich den letzten Eintrag in dein Tagebuch geschrieben habe und dabei gibt es so viel zu berichten, denn in den letzten Tagen hast Du einen Entwicklungsschub gemacht.

Gewicht: ca. 5,5 kg
Größe: unbekannt (auf jeden Fall deutlich gewachsen)
Kleidergröße: 56 (geht grad noch so, sind aber bereits auf 62 umgestiegen, Judith macht extreme ebaying!)
Ration: heute zum ersten mal 200ml Milch auf die Nacht gegeben, ansonsten immer 170ml



1. Lachen und glucksen
Du siehst inzwischen viel besser und so kann man dich durch albern (Zunge rausstrecken und *blblblbl* machen gefällt dir besonders) zum lächeln und glucksen bringen.
Wenn Du wie Mama die Augen vor Heiterkeit zusammenkneifst und dein Grinsen bis an die Ohrläppchen reicht, wird mir immer wieder ganz warm ums Herz.
Ein Baby zu haben ist etwas wunderbares, auch wenn es mal stressig werden kann. Solche Momente belohnen einen immer wieder dafür und man ist sich sicher, daß es dem Nachwuchs gut geht und man alles richtig gemacht hat.

fussabdruck



Achja… wir waren schon ein paar tolle Hechte… damals (Anfang/Mitte der Neunziger)! Wir aus der Tracker- und Demo Scene .
Nein, das hatte weder was mit Landwirtschaftsgeräten noch mit Wackersdorf zu tun, sondern vielmehr mit einer ganz eigenen Subkultur, die sich mit Computer-Kunst beschäftigte.  

Da gab es die Coder, die es schafften in wenigen Zeilen Assembler Code unter Umgehung des Grafikkarten-Treibers einen Star-Wars-Scroller zu programmieren oder in wenigen kb Code die sogenannten Intros und Demos zauberten, die immer wieder, das unmögliche möglich machten und schon lange vor der Gaming-Industrie die 3. Dimension auf den Bildschirm brachten;

die GFX-Artists, die auf ihren AMIGA`s mit Pixel-Grafik-Programmen Graffiti oder Manga Style Grafiken erstellten;

3D Artists, die mit der mickrigen Rechenpower, die damals zur Verfügung stand fantastische Raytracing-Bilder erzeugten;

die Organizer, die Festivals wie Mekka & Symposium, Assembly und Gathering etc. zustande brachten um die ganze Szene zu freundschaftlichen Wettkämpfen zusammen zu trommeln und die gesammelten Releases auf CD-ROMs unters Volk brachten (so wie meine Groovy Bytes CD-ROM; demnächst mehr);

FasttrackerII

Ein ganz entscheidender Grund, warum sich das Module Format damals verbreitete, war die schlanke Dateigröße. Im Prinzip handelte es sich um eine Sequencer-Datei (wie MIDI) mit den verwendeten Instrumenten-Samples und Vocals (eher weniger, die waren zu groß) dabei. Die meisten Tracks waren zwischen 500kb und 1MB groß und somit auch mit langsamen Modem-Verbindungen zu übertragen. Hatte ich erwähnt, dass es sowas wie Internet quasi noch gar nicht gab? Schwer vorzustellen, aber war. Wir hingen in Mailboxen rum, in die sich immer nur so viele Leute gleichzeitig anmelden konnten, wie Telefonanschlüsse frei waren. Heute kaum noch vorstellbar.
Da es noch keine effizienten Audio-Kompressionsverfahren wie MP3/AAC/OGG gab, wäre ein Musiktitel mit 5min ca. 50MB groß gewesen (WAV Format, Stereo) und damit absolut nicht übertragbar mit einem 14.4er oder 19.200 Baud Modem (wer Elite war, hatte natürlich ein Zyxel Modem, die waren eine Spur schneller, dank Kompression).
Vor ein paar Tagen hat mich über openBC ein alter Freund aus dieser Zeit angesprochen und das gab mir Anlass mich mit meiner Vergangenheit und dieser wirklich erfahrungsreichen Zeit auseinander zu setzen. Mit meinen Aktivitäten in der Demo-Scene war ich zwar in der Schule als Nerd abgestempelt und noch Jahre ohne Freundin, aber ich habe damals den Grundstein für mein Berufsleben gesetzt in dem ich recht erfolgreich bin und das mir sehr viel Spaß macht.
Viele aus der Scene haben Informatik studiert, sind Profi-Musiker geworden (sogar Moby soll der Demo-Scene entsprungen sein, habe ich mal irgendwo gelesen [kann das jemand bestätigen?]) oder sich im Grafik oder Web-Design angesiedelt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß einer aus unseren Reihen heute Versicherungsmakler ist.
Ich werde mich die nächsten Wochen näher mit der Demo-Scene von damals befassen und aufklären, wer WIR waren und was wir gemacht haben und schauen, was man alles ergoogeln kann.