Gerade wurden mehrere Kundenwebsites von uns von der neuen Suchmaschine CUILL besucht und haben mit 6! Robots gleichzeitig die Seiten durchforstet. Das crawling war so agressiv, dass es schon an eine DDOS Attacke erinnerte. Auf jeden Fall ging der Server dabei hopps. Eine Load von 12 war ihm einfach zu viel.
CUILL wird ganz interessant, denn dahinter stecken ehemalige Google Mitarbeiter, die sich mit ihrem Ex-Arbeitgeber nicht mehr identifizieren konnten (da wächst ein neues Microsoft heran). Im Moment kann der Index noch nicht durchsucht werden und wird nur fleissig aufgebaut. Wenn sie wirklich Konkurrenz für die großen Suchmaschinen sein wollen, müssen sie schon ein paar Milliarden Webseiten im Index haben und vor allem bessere Ergebnisse zeigen als Google. Das wird nicht leicht.
Auf Basis unseres Content Management Frameworks Chameleon hat unser Unternehmen ESONO auf www.ich-will-freiburg.de einen Anzeigenmarkt realisiert, der privaten wie gewerblichen Immobilienanbietern und Vermietern die Möglichkeit geben soll, Objekte kostenlos einzustellen.
Jetzt könnte man denken. Na toll noch ein regionaler Anzeigenmarkt mehr, wer braucht das? Jeder! Wer schon mal auf Wohnungssuche im Raum Freiburg oder auch überregional war, der wird uns zustimmen. Was da an Web Angeboten im Netz steht ist eine Beleidigung für jeden Web Entwickler. Da werden im zeitalter des Internets immer noch zahlreiche 3 zeilige Anzeigen in der Zypresse oder Badischen Zeitung aufgegeben mit kryptischen Anzeigen wie: 4 ZKB Ter. G-WC, EBK, St-Pl. und dabei vor lauter Abkürzungswahn vergessen einen Preis geschweige denn einen Ort anzugeben. Na danke! Wirklich hilfreich.
Auf der anderen Seite stehen die kommerziellen Portale wie immoquick und immobilien24 etc., bei denen man reichlich Kohle zahlen muss für eine Anzeige und den Interessenten trotz Internet nur Briefmarkengroße Fotos präsentiert werden.
Bei ich-will-freiburg.de legen wir deshalb großen Wert auf auf die technische Qualität der angebotenen Objektdaten. So behalten wir uns vor, Objektangebote nicht zu publizieren, die gewisse Qualitätsstandards nicht erfüllen. So soll erreicht werden, dass dem Wohnungs- bzw. Immobiliensuchenden ein Pool aus hochwertigen Objektinformationen zur Verfügung steht, der Zeit- und kostenaufwändige Besichtigungsanreisen überflüssig machen kann.
Darüber hinaus ist der Fokus des Projekts klar im südbadischen Raum angesiedelt, damit dem Community-Gedanken Rechnung getragen wird, was sich an Zusatzinformationen über Stadt und Region bemerkbar macht.
Wir starten im ersten Schritt erstmal mit einem reinen Anzeigenmarkt mit Suchmöglichkeit. Später sollen Community Funktionen dazu kommen wie Bewertungen, Kommentare, Map Mashups etc.
Die Nutzer selbst (sowohl anbietende, wie auch suchende) dürfen Vorschläge und Ideen einbringen, um das System auf Dauer stetig zu verbessern.
Jetzt ist es amtlich.
Ich bin in der Jury zum Startup des Jahres 2007 .
10 Kandidaten wurden in hitzigen Diskussionen vorselektiert. Aus diesen wird die bunt zusammengewürfelte Jury aus den Bereichen Presse, Forschung, VCs und bereits erfolgreichen Web2.0 "Startuppern" den Überflieger des Jahres wählen.
Zur Wahl stehen:
Bab.la (www.bab.la )
Sprachplattform mit Online-Wörterbuch
Brands4Friends (www.brands4friends.de )
Geschlossene Shopping-Community
Guut.de (www.guut.de )
Live-Shopping-Dienst
hiClip (www.hiclip.tv )
Video-White-Label-Lösung für Communities und Websites
Luupo (www.luupo.de )
Schnäppchen-Community
mymüsli (www.mymuesli.de )
Online-Shop für user-generated Müsli
Netmoms (www.netmoms.de )
Mütter-Community
Platinnetz (www.platinnetz.de )
Community für Best Ager
Smava (www.smava.de )
Marktplatz für Kredite unter Privatpersonen
verwandt.de (www.verwandt.de)
Familien- und Stammbaum-Community
Die meisten der nominierten Startups waren mir ja bereits ein Begriff oder ich bin sogar bereits User (z.B. verwandt.de).
Um eine möglichst objektive Meinung über Sinn und Unsinn, technische Umsetzung und Innovationsfaktor zu erhalten benötige ich natürlich mit einem Login Einblick in die jeweiligen Systeme. Das ist aber zumindest bei platinnetz.de und brands4friends nicht ohne weiteres möglich, da ich mich beim platinnetz als Fake-Rentner anmelden müsste und bei brands4friends ohne Einladung überhaupt nichts sehe. Ich hoffe ich bekomme da auf meine Anfragen bei diesen Anbietern noch flink Logins geschickt, sonst muss ich von außen entscheiden.
Ich habe bereits 2 Kandidaten, die mir besonders gefallen. Wird natürlich vorab nicht verraten.
Welche dieser Startups findet ihr Innovativ und benutzt sie vielleicht auch. Über Feedback, das meinen Entscheidungsfindungsprozess (wenn das mal nicht deutsch ist :-)) erleichtern könnte freue ich mich.
Samstag war ich zum ersten mal auf einem BlogCamp. Diese Veranstaltungsart ist vom BarCamp abgeleitet bei dem sich ursprünglich die kreativen Denker und Lenker im Silicon Valley in gemütlicher Runde zusammengefunden haben um Vorträgen Gleichgesinnter zu lauschen und bei kühlem Bier Web2.0iges zu bequatschen. Beim BlogCamp ging es primär um´s bloggen und so wurde der Name auch entsprechend angepasst.
Mir hat die Veranstaltung extrem gut gefallen. Ich konnte reichlich Infos und Inspirationen rund ums Thema bloggen mit nach Hause nehmen und habe einige sehr interessante und nette Leute kennengelernt. Ich bin wohl auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei.
Infos zum Event und fast sämtliche Vorträge als Download bekommt ihr auf der BarCamp.ch Website.
Ich hatte die Möglichkeit unser Projekt "c.Blog " (Arbeitstitel) vorzustellen, bei dem es sich um eine Blog-System Lösung handelt, die Wordpress das fürchten lehren soll. Ich hatte zwar leider sehr wenige Zuhörer, weil parallel sehr interessante Sessions in den Nachbar-Räumen stattfanden, aber Resonanz war super. Die Welt scheint quasi nur auf einen Wordpress Ablöser zu warten. Das freut mich natürlich uns so werde ich mich ins Zeug legen zum Januar eine Beta fertig zu stellen.
Ein Dank geht an Roger , der mir mit einem spontanen Untertitel "c.Blog - c the difference" ausgeholfen hat. Wer mal einen Texter braucht, sollte sich an in wenden. Mein Vortrag wurde übrigens auf Video aufgezeichnet, so dass ich hier wohl noch was multimediales nachreichen kann.
Einen Mitschrieb mit Foto hat Jan Theofel in seinem Technik-Blog veröffentlicht.
Amazon bietet seit ca. einem Jahr unter den Bezeichnungen "Elastic Compute Cloud " (EC2) und "Amazon Simple Storage Service " (S3) zwei sehr interessante Produkte im Bereich Web-Appliance und Clustering bzw. Computing an.
Mit EC2 kann man virtuelle Rechner Instanzen in einer XEN Umgebung starten.
S3 dient als unendlich großes Speichermedium und zum stabilen ausliefern von Daten auch bei hohen Zugriffszahlen. Kunden von uns setzen S3 z.B. ein um große Downloads wie Videos, Magazin PDFs und ISO Images von CD-ROMs auszulagern und somit den Webserver zu entlasten.
Bei ESONO experimentieren wir schon seit einigen Monaten mit den von Amazon angebotenen technischen Möglichkeiten um unseren Kunden kostengünstige und schnell skalierbare Clusterlösungen anbieten zu können.
Bisher war man wegen der knappen CPU Leistung vergleichbar mit einem 1,2Ghz Opteron dazu gezwungen rechenintensive Funktionen auf mehrere Instanzen zu verteilen, was je nach Anwendungsgebiet nicht so einfach ist. In unserem Fall gab es hier Engpässe bei der Generierung von Wasserzeichen in MP3 Dateien und der CPU fressenden ZIP Datei Erstellung.
Nun hat aber Amazon die Kundenwünsche erhört und bietet ab sofort auch leistungsfähigere Server Instanzen an, nämlich mit 4-facher und 8-facher CPU Leistung und mit bis zu 15GB RAM. Natürlich zu angepassten Preisen, aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn man sich dafür das filigrane zerschneiden von CPU lastigen Prozessen sparen kann. (Amazon AWS Blog)
In einem Gespräch mit Björn Schotte von Mayflower, der gerade eine PHP/Oxid Shop Lösung für Premiere auf Basis eines Server Clusters fertiggestellt hat, wies er mich darauf hin, dass er einen produktiven Einsatz von EC2/S3 wegen des Beta Stadiums nicht empfehlen würde. Da hat er natürlich recht, die Stabilität und vor allem eine Aussage seitens Amazons zu Ausfallsicherheit und maximalen Downtimes ist für einen professionellen Einsatz unabdingbar.
Zum Glück kommt aber Amazon auch hier endlich in die Gänge und hat zumindest mal bei S3 den Beta Status auf "produktiv einsatzfähig" geändert und ein SLA (Service Level Agreement) angeboten, welches 99,9% Verfügbarkeit je Monatseinheit vorsieht. Das bedeutet eine maximale Downtime von 7,2 Stunden im Monat, was im dümmsten Fall einen Arbeitstag am Stück entspräche. Sollte die Verfügbarkeit tiefer als 99,9% sinken gibt´ Dollars zurück.
Jetzt muss man aber wissen, dass als downtime jeder request gerechnet wird, der vom S3 System nicht vollständig durchgeführt werden konnte. z.B. wenn bei einem PUT Befehl die Dateiübertragung abbricht und noch einmal gestartet werden muss. Somit handelt es sich nicht wirklich um eine downtime eines services, sondern um die Sammlung von Errors, die beim Arbeiten mit S3 entstehen. Fängt man diese also ab und sendet gegebenenfalls eine Datei nach einem Error nochmal, dann kann man wohl eine 100% Verfügbarkeit erzielen.
Zumindest während unserer Tests ist S3 nie ausgefallen, übertragungsfehler gab es mit einer Ruby Komponente allerdings bei einer Load des Servers über 1 (was man ja tunlichst vermeiden sollte).
Die EC2 Instanzen sind da schon etwas instabiler. Je nach eingesetzter Linux Distro kann die auch mal abschmieren. Hier muss man auf eine Xen kompatible Distro achten.
Wir hatten auch den Fall, dass uns Amazon per E-Mail darauf aufmerksam gemacht hat, dass sie in wenigen Tagen unsere Instanze abschalten müssen, weil auf dem Host System ein Hardware Problem bestehe. Halb so wild, denn einmal kurz den Stopp Button im Firefox EC2 plugin geklickt und die Instanze fährt runter. Nochmal klicken und eine neue Instanze fährt auf einem anderen Host System wieder hoch. Man kann also mit 15sec reboot weiterarbeiten als wäre nichts gewesen.
Unser Fazit bisher: Wir bleiben Amazon treu und fangen in kleinen Schritten an, Dienste auf EC2 zu testen und zu betreiben. Das Preismodell ist attraktiv und die Technik überzeugt. Der Virtualisierung gehört definitiv die Zukunft.
Am Samstag 20. Oktober 2007 könnt ihr mich auf dem 2. BlogCamp in Zürich antreffen. Nach amerikanischem BarCamp Vorbild treffen sich bis zu 200 Blogger und ITler aus ganz Europa um Vorträgen zu lauschen und neue Produkte/Projekte rund ums bloggen vorzustellen, bzw. zu begutachten.
http://barcamp.ch/BlogCampSwitzerland_2-0
Leider habe ich meine Teilnahme recht spontan und damit spät entschieden, so dass leider die Slots für die Vorträge im "Kommerz Demo-Raum" bereits belegt sind (max. 7). Vielleicht habe ich aber Glück und es mag mir trotzdem jemand zuhören, wenn ich unser Blog System vorstelle. Ich habe es erfolgreich auf einem USB-Stick zum laufen gebracht, so dass einer Demo nichts im Wege steht. Eine Powerpoint Präse ist auch fertig.
Der neue Arbeitstitel ist: "c.blog". Vorschläge für einen guten "Produktnamen" sind willkommen.
Mehr zum System:
http://www.pixeljunkie.de/2007/10/11/chameleon-blog-system-nimmt-form-an/
Wer auf der Suche nach einem Namen für den bald zu erwartenden Nachwuchs ist, dem hilft vielleicht dieses Google Maps Mashup weiter. Hier kann man nach Namen suchen und sich anzeigen lassen, in welchem Winkel unseres planeten dieser oft vorkommt. Alternativ kann man sich Namenslisten der Erdteile anzeigen lassen sortiert nach popularität. Das könnte also ein Index sein, welche Namen man besser NICHT auswählt um nicht die hundertste Leonie im Strassenzug zu sein.
Ende Juli hatte ich es ja angekündigt... ich stecke Zeit in ein neues Blog-System
http://www.pixeljunkie.de/2007/07/30/chameleon-cms-corporate-blog-edition/
Letzte Woche habe ich damit begonnen und ich bin bereits sehr weit gekommen. Das zeigt, wie geil unser Framework ist und wie leistungsfähig das CMS dahinter.
Das Blog System wird eine abgespeckte Version unserer Unternehmens WebCMS Lösung Chameleon und soll für die private Nutzung zur freien Verfügung stehen.
Der Core/Controller wird wahrscheinlich verschlüsselt. Der Rest bleibt offen und darf/soll fleissig erweitert werden können.
Von den noch zu erledigenden ToDos kann ich inzwischen streichen:
- Tag System mit Autocomplete wie von del.icio.us nur mit Komma Trennung (i love it)
- Tag-Cloud (konfigurierbar mit unterschiedlichen Fontgrößen und Farben)
- Blogroll
- Kategorien
- Wordpress Import (rudimentär fertig, die Übernahme von Bildern und umschreiben von Plugin Tags fehlt noch)
Außerdem hat mein Kollege ein API Modul erstellt, mit dem es möglich ist nahezu jede beliebige Funktion des Systems fernzusteiern.
Ich werde diese später auf den XMLRPC Standard für Blogsysteme erweitern (brauchen wir auf jeden Fall für Pingbacks).
Ein RSS/Atom Feed-Aggregator ist ebenfalls fertig. Hier werde ich allerdings noch einen XSS Filter dazwischen schalten. Das Blog System soll ja sicher sein.
Mein geschätzter Entwicklungsaufwand von 1 Woche mag hinkommen (allerdings bei 24h täglich :-)) und so viel Zeit kann ich da leider gerade nicht reinstecken.
Eine erste Alpha Version sollte aber hoffentlich bis zum BlogCampSwitzerland 2.0 fertig sein.
Dort könnt ihr mich antreffen und wenn es bis dahin was zu zeigen gibt, werde ich entsprechend als Speaker auftreten.
Anmeldungen als Beta-Tester nehme ich ab sofort via Formular auf pixeljunkie.de entgegen, aber wie gesagt, es wird noch etwas dauern, bis da eine Version fertig ist, die man zum angucken rausgeben kann.