2

Maya Tag 1: Die Geburt

Geschrieben von Sven Jansen am 11.05.2006 in Papa Blog

##uptimer## 

Meine liebe Maya… am Donnerstag, dem 27.04.2006 um 10:44 Uhr hast Du das Licht der Welt erblickt, oder besser das grelle Licht einer OP-Lampe, denn Du wurdest per Kaiserschnitt geboren und wurdest etwas unsanft aus deinem wohlig warmen Heim der letzten fast 10 Monate gerissen.
Bereits am Mittwoch Abend hatte ich Judith in die Uni-Klinik gefahren, wo sie eine unruhige Nacht verbrachte, weil ihre 2 Zimmer Genossinnen die ganze Zeit Holzfällerarbeiten durchführten.

Ich hatte mir einen letzten Abend ganz alleine gemacht mit Fast Food, Videos, Chips und Cola. Ich blieb lange wach, weil ich vor Aufregung nicht schlafen konnte und war nach 2 Stunden rumwälzen noch vor dem Wecker wieder auf den Beinen.

Völlig übernächtigt fuhr ich morgens in die Klinik um Judith beizustehen. Sie war ungewohnt ruhig, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo sie einen Katheter und 2 Zugänge von einer sehr genervten Krankenschwester gelegt bekam. :-( Total verschlaucht mussten wir so über eine Stunde warten, bis es um 10:30 endlich losging. In dieser Zeit hatte Judith leider viel zu viel Zeit zum nachdenken und geriet entsprechend in Panik. Gegen ihr Hyperventilieren musste ich ihr ein feuchtes Tuch auf den Mund halten. Schlotternd fuhr ich sie zusammen mit der Krankenschwester runter in den Keller der Klinik, wo die OPs waren.

Das OP Personal war sehr freundlich und sie versuchten Judith zu beruhigen. Während ich mir in der Umkleide grüne OP-Kleidung anzog bekam Judith die Spinalanästhesie. Dabei wird ein Betäubungsmittel in den Wirbelkanal am Rücken gespritzt, so dass ausschließlich das Schmerzempfinden abgeschaltet wird. Judith hat mir berichtet, dass es sich warm und sehr angenehm angefühlt hat, so als würde man in der Sonne am Strand liegen.

maya tag2 mama fuettert
Mama ging es gar nicht gut in der Aufwachstation, sie war von oben bis unten verkabelt und sah aus wie die BORG-Queen. Als die Betäubungen nachließen kamen die Schmerzen und dazu noch der „Baby-Blues“ (durch die schnelle Hormonumstellung musste Mama ziemlich viel weinen). Da du dich nicht beruhigen wolltest ließen wir sie noch bis zum Abend ausruhen. Ich war ziemlich überfordert mit der Situation und hatte vor lauter Aufregung bis auf eine Brezel zum Frühstück den ganzen Tag nichts gegessen und getrunken.
Zum Glück kamen am späten Nachmittag Oma Anita und deine beiden Tanten in die Klinik, so dass ich endlich nicht mehr alleine mit Dir da saß.
Als sie Mama ins Zimmer brachten ging es ihr immer noch nicht gut. Sie war fix und fertig. Körperlich wie nervlich und so verließ ich die Klinik gegen 20 Uhr um euch beiden traute Zweisamkeit zu gönnen und um mir endlich etwas zu essen zu besorgen… schon wieder Fast-Food.

Es gibt Tage, die vergisst man wohl nie. Dies war einer davon und ich bin sicher, dass Du uns beiden noch viele aufregende und schöne Tage bescheren wirst. Willkommen in unserer kleinen Familie!

Bookmark speichern:

  • Seite bei Mr. Wong bookmarken
  • Seite bei YIGG bookmarken
  • Seite bei YAHOO bookmarken
  • Seite bei Google bookmarken
  • Seite bei Feedmelinks bookmarken

Kommentare zu "Maya Tag 1: Die Geburt"

  1. Gravatar
    schrieb am 16.05.2006 18:39:29
    Herzlichen Glückwunsch und eine schöne Zeit!!!!
    Antworten
     
  2. Gravatar
    schrieb am 23.05.2006 01:49:08
    ..es ist wirklich ein unbeschreibbar schönes Gefühl, seine gerade geborene Tochter in den Armen zu halten. Da ist sie nun... Nach Monaten voller Spannung - besonders wie die Kleine denn nun aussehen wird - trägt man sie im Arm und kann das alles noch gar nicht richtig fassen...
    Antworten
     

Schreibe einen Kommentar

Name *
E-Mail *
(wird nicht veröffentlicht)
Website
Anti-Spam *
Was ergibt sechs plus drei? (als Zahl)
 
Kommentar *