Auf spiegel.de ist heute ein Artikel über den BND Skandal, der auch 2 Namen (ohne Nachnamen natürlich) nannte von Agenten, die beim Angriff der Amis auf Bagdad fleissig Infos an den amerkanischen Geheimdienst übermittelt haben sollen obwohl wir Deutschen ja eigentlich entschieden hatten, das Spektakel nur auf CNN zu verfolgen und danach vielleicht ein paar Polizisten zur Ausbildung schicken wollten. Stattdessen haben wir fleissig mitgemischt. Riesensauerei.
Der Knüller ist, was für Vollidioten von unseren Steuergeldern als möchtegern James Bonds eingestellt werden und nach vollendetem Job von Pullach abgesegnet in Australien ein neues Leben anfangen dürfen.
Reiner M. hatte eine eigene private Webseite bei 1&1 liegen, die dort natürlich nachdem der Skandal rauskam umgehend gelöscht wurde, denn man kann hier auf einem Bild sogar den Namen der Straße lesen in der er in Canberra wohnt. Warum nicht gleich eine Rundmail mit einer Wegbeschreibung schicken? Unglaublich.
Da der Name des Agenten Reiner M. nie voll ausgeschrieben in der Presse erschien musste ich mich an dem auf spiegel.de erschienen Screenshot halten und eine einfache Google Abfrage nach dem Titeltext der gesuchten Webseite in Kombination mit dem Vornamen ergab auch gleich einen Volltreffer. Google`s Index hatte die 403 Meldung also noch nicht mitbekommen.
Eine Abfrage des gefundenen Domainnamens bei einem Whois Dienst ergab eine Adresse in Potsdam.Vielleicht eine alte Adresse oder schlichtweg eine reine Briefkasten-Adresse des BND.
Wie gesagt, die Webseite ist seit ein paar Tagen bei 1&1 gelöscht.
Jetzt gibts da aber die gute alte wayback-machine. Ein Dienst von archive.org, der nahezu das ganze Web in unterschiedlichen Abständen immer wieder mal komplett runterläd und zwischenspeichert. Wer also glaubt, eine Information sei gelöscht, indem man sie von seiner Webseite löscht, der irrt sich. Tja und so kann man auch die Webseite des BND Agenten jetzt noch anschauen indem man DIESEM Link folgt.
Will mal hoffen, daß ich jetzt nicht auf der Beobachtungsliste des BND, CIA oder NSA lande. Aber hey... jeder mit einem bischen Grips kann anhand der Steilvorlage vom Spiegel hinter den vollen Namen von Reiner M. kommen. Das war echt kein Hexenwerk. Hat mich 3min gekostet.
Nachtrag:
Habe gerade nach weiterem Surfen auf Backups seiner Seite von 2002 noch eine Seite seines Tarngeschäfts gefunden. Wenn er als Agent genauso schlecht war, wie als Visitenkarten-Designer und Web-Designer, dann wundert mich gar nichts mehr.
